Angaben zu Vorsorgeaufwendungen

Vorsorgeaufwendungen werden im Lohnsteuerabzugsverfahren über die Vorsorgepauschale berücksichtigt. Die nachfolgenden Angaben sind für die Berechnung der Vorsorgepauschale erforderlich.

Rentenversicherung: Anzugeben ist, ob der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist. Von einer Pflichtversicherung ist auch auszugehen, wenn eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung und die Versicherung in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung vorliegt (§ 6 Absatz 1 Nummer 1 SGB VI). Die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze (allgemeine Beitragsbemessungsgrenze - BBG West - oder Beitragsbemessungsgrenze Ost - BBG Ost -) wird über die entsprechende Auswahl berücksichtigt.

Ist kein Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Rentenversicherung zu entrichten, ist die Angabe „keine gesetzliche Rentenversicherung” auszuwählen. Dies ist z. B. der Fall bei:

  • Beamten,
  • Werkspensionären,
  • geringfügig Beschäftigten - die von der Aufstockung auf den regulären Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung befreit sind - und
  • weiterbeschäftigten Rentnern.

Krankenversicherung: „Gesetzliche Krankenversicherung” ist auszuwählen, wenn der Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert oder freiwillig versichert ist. Daneben können keine weiteren Aufwendungen zu einer (ggf. ergänzenden) privaten Kranken-/Pflegeversicherung berücksichtigt werden.

Eine „private Krankenversicherung ohne Arbeitgeberzuschuss” liegt bspw. bei privat versicherten Beamten vor.

Eine „private Krankenversicherung mit Arbeitgeberzuschuss” liegt z. B. vor, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund überschrittener Jahresarbeitsentgeltgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht versicherungspflichtig und privat versichert ist. Der diesen Arbeitnehmern zustehende Arbeitgeberzuschuss wird in typisierter Form beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung: Es ist der einkommensbezogene Zusatzbeitragssatz einzugeben, auf dessen Basis der an die Krankenkasse zu zahlende Zusatzbeitrag berechnet wird.

Pflegeversicherung: „Zuschlag” ist der Beitragszuschlag für Arbeitnehmer ohne Kinder (§ 55 Absatz 3 SGB XI). Die Besonderheit des höheren Arbeitnehmeranteils in Sachsen wird über eine entsprechende Auswahl berücksichtigt.

Für privat krankenversicherte Arbeitnehmer hat die Auswahl zur Pflegeversicherung keine Bedeutung.

monatlicher Beitrag zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung: Es sind die dem Arbeitgeber mitgeteilten abziehbaren privaten Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge einzutragen (Beitragsbescheinigung des Versicherungsunternehmens). Unabhängig vom Lohnzahlungszeitraum ist immer der Monatsbetrag anzugeben.